Ente mit Orangen – Canard à l’orange

Ente mit Orangen verbindet knusprige Haut und zartes Fleisch mit einer fruchtig-herben Sauce. Für diese Fassung wird eine ganze Ente im Ofen gebraten und anschließend mit einer aus Orangensaft, Geflügelfond und dem aromatischen Bratensatz gekochten Sauce serviert. Zeste und frische Orangenfilets sorgen für ein deutliches Zitrusaroma, während ein kleiner Anteil Essig die Süße ausbalanciert. Das Gericht braucht etwas Zeit, lässt sich während der Bratphase aber weitgehend vorbereiten und eignet sich als festliches Hauptgericht für vier Personen.

Tranchierte knusprige Ente mit Orangensauce und frischen Orangenfilets
Beispielbild zum Rezept: Ente mit Orangen – Canard à l’orange
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 2 Stunden
Ruhezeit 15 Minuten
Gesamtzeit 2 Stunden 30 Minuten

Zutaten

Für 4 Portionen
Für die Ente
  • 1 ca. 2,2 kg küchenfertige Ente vollständig aufgetaut und trocken
  • 12 g Salz
  • 2 g schwarzer Pfeffer frisch gemahlen
Für die Orangensauce
  • 3 Bio-Orangen eine davon zum Filetieren, zwei für Zeste und Saft
  • 500 ml Geflügelfond ungesalzen oder salzarm
  • 60 g Zucker
  • 30 ml Rotweinessig
  • 15 g Speisestärke
  • 20 g kalte Butter zum Abrunden der fertigen Sauce

Küchenhelfer

  • 1 Bräter oder tiefes Backblech Die Ente soll mit etwas Abstand zum Boden liegen können.
  • 1 feines Sieb

Zubereitung
 

Ente vorbereiten und braten
  1. Die Ente innen und außen mit Küchenpapier trocken tupfen. Überschüssiges sichtbares Fett an Öffnung und Hals vorsichtig abschneiden. Die Haut an Brust und Keulen mit einer dünnen Nadel oder einem spitzen Messer mehrfach einstechen, ohne in das Fleisch zu schneiden. Die Ente innen und außen mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Ente mit der Brustseite nach oben in einen Bräter legen und 30 Minuten braten. Die Ofentemperatur auf 160 °C reduzieren und weitere 75 Minuten braten. Währenddessen ein- bis zweimal vorsichtig etwas ausgetretenes Fett abschöpfen. Die Ente ist fertig, wenn die dickste Stelle der Keule mindestens 74 °C erreicht hat und der austretende Saft klar ist.
Orangen vorbereiten
  1. Zwei Orangen heiß abwaschen und trocken reiben. Von diesen beiden Orangen die Schale fein abreiben und anschließend beide Früchte auspressen; es werden etwa 180 ml Saft benötigt. Die dritte Orange schälen, die weißen Häutchen vollständig entfernen und die Filets zwischen den Trennhäuten auslösen. Zeste, Saft und Filets getrennt bereithalten.
Orangensauce kochen
  1. Zucker in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze ohne Rühren hell karamellisieren lassen. Den Rotweinessig vorsichtig zugießen und kurz einkochen lassen. Orangensaft, Orangenzeste und Geflügelfond einrühren und die Flüssigkeit etwa 10 Minuten auf ungefähr 350 ml einkochen lassen.
  2. Die gebratene Ente aus dem Bräter nehmen und locker abdecken. Den Bratensatz mit etwas heißem Wasser lösen und durch ein feines Sieb zur Orangensauce geben. Die Speisestärke mit 30 ml kaltem Wasser glatt rühren, in die leicht kochende Sauce geben und etwa 2 Minuten köcheln lassen, bis sie leicht bindet. Den Topf vom Herd nehmen und die kalte Butter einrühren. Mit Salz abschmecken.
  3. Die Ente 15 Minuten ruhen lassen, damit sich der Fleischsaft verteilt. Anschließend tranchieren, die Orangenfilets in die warme Sauce geben und die Sauce zu den Entenstücken servieren.
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So wird die Haut besonders knusprig

Die Haut vor dem Braten gründlich trocken tupfen und nur die Haut, nicht das Fleisch, mehrfach einstechen. Während des Bratens austretendes Fett vorsichtig aus dem Bräter schöpfen, damit die Ente nicht im eigenen Fett schmort. Vor dem Anschneiden sollte die Ente mindestens 15 Minuten ruhen.

Sauce und Reste aufbewahren

Die Sauce kann bis zu zwei Tage abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und langsam erhitzt werden. Fest gewordenes Entenfett lässt sich separat abnehmen und zum Braten von Kartoffeln verwenden. Gegarte Entenreste rasch abkühlen, gekühlt lagern und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen.

Passende Beilagen

Zur Orangensauce passen Kartoffelklöße, knusprige Ofenkartoffeln oder ein schlichtes Selleriepüree. Ein bitterer Blattsalat oder gedünsteter grüner Spargel bringt einen frischen Kontrast zur reichhaltigen Ente.

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