Kesselgulasch

Kesselgulasch ist ein kräftiger, suppiger Eintopf mit zart geschmortem Rindfleisch, Zwiebeln, Kartoffeln und Paprika. Durch das langsame Garen verbinden sich Paprikawürze, Fleischsaft und Brühe zu einer tiefen, leicht rauchigen Sauce. Die Kartoffeln geben dem Gericht zusätzlich Bindung, bleiben aber als Stücke erhalten. Es lässt sich im großen schweren Topf zubereiten und schmeckt besonders gut, wenn es nach dem Garen kurz nachzieht.

Rustikales Kesselgulasch mit Rindfleisch, Kartoffeln und Paprika im großen Topf
Beispielbild zum Rezept: Kesselgulasch
Vorbereitungszeit 35 Minuten
Zubereitungszeit 2 Stunden
Gesamtzeit 2 Stunden 35 Minuten

Zutaten

Für 6 Portionen
  • 40 ml neutrales Pflanzenöl
  • 1000 g Rindergulasch aus der Schulter roh, in etwa 2,5 cm große Würfel geschnitten
  • 500 g Zwiebeln roh
  • 4 Zehen Knoblauch roh
  • 30 g edelsüßes Paprikapulver
  • 5 g rosenscharfes Paprikapulver etwa 2 Teelöffel
  • 25 g Tomatenmark
  • 1500 ml Rinderbrühe salzarm oder ungesalzen, heiß
  • 400 g stückige Tomaten aus der Dose
  • 800 g festkochende Kartoffeln roh
  • 2 rote Paprikaschoten roh
  • 2 Lorbeerblätter
  • 5 g Kümmelsaat etwa 2 Teelöffel
  • 3 g getrockneter Majoran etwa 1 Teelöffel
  • 12 g Salz zunächst 8 g, Rest zum Abschmecken
  • 2 g schwarzer Pfeffer frisch gemahlen

Küchenhelfer

  • 1 großer schwerer Topf oder Kessel, mindestens 8 l mit gut schließendem Deckel

Zubereitung
 

  1. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln beziehungsweise hacken. Kartoffeln schälen und in etwa 2,5 cm große Würfel schneiden. Paprikaschoten waschen, halbieren, Kerne und weiße Innenhäute entfernen und das Fruchtfleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Das Rindfleisch trocken tupfen, falls nötig in 2,5 cm große Würfel schneiden und mit 8 g Salz und dem Pfeffer würzen.
  2. Das Öl im großen schweren Topf stark erhitzen. Das Rindfleisch in zwei bis drei Chargen jeweils 4 bis 5 Minuten rundum kräftig anbraten, damit der Topfboden nicht überfüllt wird. Jede gebräunte Charge kurz herausnehmen und beiseitestellen.
  3. Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren. Zwiebeln im verbliebenen Öl 8 bis 10 Minuten weich braten. Knoblauch und Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitrösten. Den Topf kurz von der Hitze nehmen, edelsüßes und rosenscharfes Paprikapulver einrühren und sofort mit etwa 200 ml heißer Brühe ablöschen, damit das Paprikapulver nicht verbrennt.
  4. Rindfleisch samt ausgetretenem Saft wieder in den Topf geben. Die restliche heiße Brühe, stückigen Tomaten, Lorbeerblätter, Kümmel, Majoran und das restliche Salz hinzufügen. Alles aufkochen, den Deckel auflegen und bei niedriger Hitze 75 Minuten sanft schmoren lassen. Die Flüssigkeit soll nur leicht blubbern.
  5. Kartoffeln und Paprikastücke unterrühren. Das Kesselgulasch weitere 35 bis 40 Minuten mit aufgelegtem Deckel schmoren, bis das Fleisch weich ist und die Kartoffeln gar sind. Dabei gelegentlich vorsichtig umrühren, damit die Kartoffeln nicht am Topfboden ansetzen.
  6. Lorbeerblätter entfernen. Einige weiche Kartoffelstücke am Topfrand zerdrücken, wenn die Brühe leicht gebunden werden soll. Das Kesselgulasch abschmecken und bei Bedarf mit dem restlichen Salz würzen. Vor dem Servieren 5 Minuten ohne Hitze ruhen lassen.
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Kesselgulasch aufbewahren

Reste zügig in mehrere flache Behälter verteilen und im Kühlschrank lagern, sobald sie nur noch warm statt dampfend heiß sind. Das Gulasch innerhalb von zwei bis drei Tagen verbrauchen und beim Aufwärmen vollständig durcherhitzen. Beim Einfrieren die Kartoffeln möglichst bissfest garen, da sie nach dem Auftauen weicher werden können.

Die richtige Konsistenz

Kesselgulasch soll deutlich flüssiger als klassisches Rindergulasch sein, aber nicht wie eine dünne Suppe wirken. Ist es am Ende zu dünn, einige Kartoffelstücke im Topf zerdrücken und das Gulasch offen weiterköcheln lassen. Wird es zu dick, schluckweise heiße Brühe ergänzen.

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