Wie erkenne ich gutes und hochwertiges Hundefutter?

Der Hund ist ja bekanntlich der beste Freund des Menschen. Von daher sollte man sich auch Gedanken machen, welches Futter man seinem Vierbeiner gibt. Schließlich möchte man, dass es dem „besten Freund“ ein Hundeleben lang gut geht und er gesund bleibt. Wenn man sich jedoch die Supermarktregale und die Online-Shops mit Hundefutter anschaut, wird man von dem reichhaltigen Angebot regelrecht erschlagen.

Wie erkenne ich gutes und hochwertiges Hundefutter?

Wie erkenne ich gutes und hochwertiges Hundefutter?

Viele Hersteller buhlen mit Ihren vielen verschiedenen Produkten um die Gunst der Käufer. Natürlich behauptet wohl jeder Anbieter, dass sein Futter das wohl jeweils hochwertigste, beste und gesündeste für den Hund sei und über eine optimale Nährstoffzusammen- setzung verfügt. Aber stimmt das wirklich? Gibt es Hundefutter, welches man lieber stehen lassen sollte, weil es auf Dauer für den Hund nicht wirklich gesund ist? Ist teures Hundefutter wirklich so viel besser als das ganz billige? Hier das optimale Futter für den geliebten Hund zu finden ist gar nicht so einfach, wenn Sie nicht exakt wissen, worauf Sie beim Kauf achten sollten.
Unser Ratgeber „Wie erkenne ich gutes und hochwertiges Hundefutter?“ klärt Sie zu diesem Thema auf und liefert Ihnen wertvolle Informationen.

Wichtig: Die nachfolgenden Empfehlungen gelten für gesunde Hunde. Ist Ihr Hund krank, hat gar eine geschädigte oder schwache Niere, Leber oder andere Organe oder hat abgenutzte Gelenke etc. wird wahrscheinlich eine Spezialnahrung nötig sein. Lassen Sie sich hier unbedingt von einem Tierarzt beraten.

Achten Sie beim Hundefutter auf den Fleischanteil

Hunde, wie auch ihre Vorfahren die Wölfe und gerade junge Fellnasen, brauchen viele Proteine, also Eiweiß. Eiweiß ist in Fleisch, wie auch in Getreide vorhanden. Die lebensnotwendigen Proteine können im Fleisch vom Hund zu 90% aufgeschlossen und verwertet werden, im Getreide nur zu ca. 30%. Zu viel Getreide macht also dick, weil der Hund deutlich mehr davon fressen muss, um auf seinen Proteinbedarf zu kommen. Von daher ist es am besten, wenn Sie das Tier sehr fleischhaltig ernähren. Nassfutter und Trockenfutter sollte also einen hohen Fleischanteil haben. Schauen Sie hier also auf die Inhaltsstoffe bzw. Deklaration des Futters und vergleichen mit anderen Sorten. Die ganz billigen Sorten bieten in der Regel nur 4% Fleischanteil. Das heißt wiederum, dass der Rest des Futters zu 96% (!) aus billigem Getreide, Feuchtigkeit, Zucker, Salz und anderen günstige Füllstoffen besteht. Nur so kommt der sehr günstige Preis für das Futter beim Discounter zustande. Fleisch, gerade hochwertiges Fleisch ist teuer und eine Dose davon kostet gut das 2 bis 3-fache einer Billigfuttersorte.
Hochwertige Futtersorten haben oft 60%-80% Fleischanteil. Achten Sie also unbedingt darauf, eine Sorte zu kaufen, die hier einen hohen Anteil aufweist. Wenn Sie sich im Geschäft die verschiedenen Sorten einmal ansehen, werden Sie erstaunt sein, wie wenige wirklich hochwertig sind. Gut 80% aller Hundefuttersorten sind recht minderwertig und für den Hund nicht optimal und leider häufiger auf Dauer gesundheitsschädlich. Gerade im Supermarkt werden Sie so gut wie gar nicht fündig, wenn Sie Ihrem Hund ein gutes Futter kaufen wollen. Bestellen Sie also am besten in Online Shops oder suchen Tierfutter-Geschäfte auf, die eine reichhaltige Auswahl bieten.

Achten Sie beim Futter auch auf hochwertiges Fleisch

Des Weiteren ist nicht nur die Menge des Fleisches in der Dose ein Aspekt für „gutes Hundefutter“, sondern natürlich auch die Qualität dieses Fleisches. Bei den Billigsorten kommen fast ausnahmslos Schlachtabfälle und Kadaverteile zum Einsatz. Dieses bedeutet, dass der Hersteller Abfälle aus der Nahrungsmittelindustrie, die Lebensmittel für uns Menschen produziert, billig abkauft, dieses zu Tiermehl klein mahlt und daraus dann optisch ansehnliche „Fleischbrocken“ formt. Dank der Lebensmitteltechnik und unter Einsatz von Chemie, wird aus Tiermehl ein ansehnliches Futter „gebastelt“.
Um für den geliebten Hund kein minderwertiges „Abfallfleisch“ zu kaufen, hilft uns die Deklaration wieder weiter. Bei den Inhaltsstoffen wird ausgewiesen vorher das Fleisch stammt. Steht dort „Rindfleisch“ oder „Wildfleisch“ haben wir es hier mit „gutem“ Muskelfleisch zu tun. Hier sollten Sie zugreifen.
Tauchen hier Begriffe wie „Rindermehl“ auf oder gar „tierische Nebenerzeugnisse“ auf, kann per Deklaration alles vom Rind in der Dose sein. Das heißt in der Regel, es werden so unappetitliche Sachen wie Hufe, Schwänze, Knochen, Fett, Schädel, Ohren, Blut, Haut, sogar Urin (peppt den Salzgehalt auf) und praktisch alles, was irgendwie zu Tiermehl zermahlen werden kann, in die Dose abgefüllt oder zu Trockenfutter verarbeitet. Nach dem Mahlen sieht das Tiermehl schon wieder ganz ansehnlich aus und wird dann mit allerhand Lebensmitteltricks so aufgepeppt, dass dieses dann lecker und gesund aussieht. Hier kommen oft künstliche Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Aromen, Zucker, Lockstoffe und vieles mehr zum Einsatz, damit der Hund dieses recht minderwertige Futter nicht verschmäht. Zumal viele Aromen und Farbstoffe beigemischt wurden, damit wir Hundebesitzer beim Öffnen der Dose oder Tüte glauben, dass dieses Futter mit so einem Geruch und Aussehen ja einfach nur gesund sein muss. Lassen Sie sich also nicht austricksen. Kein Hund dieser Welt braucht solche Zusätze. Im Gegenteil, sie können Allergien, Verdauungsprobleme und Mangelerscheinungen auslösen. Finden Sie also künstliche Zusätze bei den Inhaltsstoffen, dann können Sie davon ausgehen, dass der Hersteller mit solchen „Tricks“ versucht, seine minderwertigen Rohstoffe aufzupeppen und schmackhaft zu machen. Hochwertiges Fleisch ist an sich aber schmackhaft und muss gar nicht „aufgebessert“ werden, damit der Hund es gerne frisst.

Da die minderwertigen Tierbestandteile aber zum großen Teil auch minderwertige Eiweiße beinhalten, die der Hund relativ schlecht verwerten kann, ist dieses Futter für einen Hund nicht wirklich optimal. Aber billig ist es, aber darauf sollte man als Tierfreund nicht das Hauptaugenmerk legen.
Da die verarbeiteten Schlachtabfälle für die Tierfutterhersteller sehr günstig zu bekommen sind, können diese Ihr Futter, im Vergleich zu einer hochwertigen Sorte, auch so billig anbieten. Lassen Sie sich also nie von dem günstigen Preis, der bunten Verpackungsaufmachung und Bezeichnungen wie „Premium Futter“ blenden. Auf vielen Futtersorten werben die Hersteller mit „Premium“ und anderen hochtrabenden Begriffen. Da diese Bezeichnungen aber rechtlich nicht geschützt sind, kann jeder diese auf die Verpackung drucken und ein High-Class Produkt suggerieren.


Pflanzliche Nebenprodukte im Hundefutter meiden

Achten Sie beim Kauf auch darauf, dass neben Fleisch keine pflanzlichen Nebenprodukte oder Soja enthalten sind. Dieses dient meist dazu, das Futter zu strecken und somit billiger zu produzieren. Hunde brauchen kein Getreide. Sie können es im Gegensatz zu Fleisch schwerer verstoffwechseln und verdauen. Es kann Allergien auslösen. Dieses kann sich in Haarausfall, stumpfen Fell, Verdauungsproblemen, Ekzemen uvm. äußern. Viele Anbieter mit hochwertiger Nahrung, geben kein Getreide und Co. in das Futter und werben meist damit auch auf der Verpackung mit Slogans wie „getreidefreies Futter“ oder „glutenfrei“ usw.

Hochwertiges Hundefutter ist günstiger als man denkt

Auch wenn der direkt Preisvergleich offenbart, dass hochwertiges Hundefutter gut 2-3 Mal so teuer wie das billige ist, werden Sie bei einem Wechsel zu einem guten Hundefutter schnell feststellen, dass der Hund pro Monat deutlich weniger frisst. Das resultiert daher, dass das hochwertige Eiweiß mehr und schneller satt macht. Bei gutem Futter sind auch keine Lockstoffe (Vanille, Karamell) und Zucker vorhanden, wodurch der Hund immer mehr frisst, als er eigentlich sollte. So kostet eine Dose zwar mehr, sie reicht aber auch länger.
Nebenbei bemerkt: Ist der Hund durch hochwertiges Hundefutter sicher auch länger aktiv und gesund, so werden sich im Laufe eines Hundelebens sicher auch die Tierarztkosten reduzieren. Übergewichtige und durch falsche Nahrung kränkliche Hunde (mit geschwächtem Immunsystem) müssen im Schnitt wahrscheinlich öfter zum Tierarzt, als gesunde Vierbeiner. Der Zucker in vielen Billigsorten schädigt nachweislich die Zähne und sorgt für Zahnstein. Wer schon einmal eine Zahnbehandlung oder ein Entfernen des Zahnsteins bei einem Tierarzt hat durchführen lassen, weiß, wie viel das kostet.
Wer möchte sein geliebtes Tier nicht einige Jahre länger um sich haben, wenn die inneren Organe, Zähne, Gelenke etc. durch das optimale Futter, auch im hohen Alter, nicht anfällig und geschädigt sind? Eine längere Lebensdauer ist bei einem kerngesunden Haustier natürlich meist automatisch der Fall.


Zusammenfassung: Gutes hochwertiges Hundefutter

Wir fassen also noch mal zusammen:

  • Hoher Fleischanteil mit mindestens 60% aufwärts
  • Am besten „Muskelfleisch„, mindestens „Fleischmehl„, also z.B. „Geflügelfleischmehl“, aber keine „tierischen Nebenerzeugnisse“ oder Rindermehl, Geflügelmehl, Hühnermehl etc.
  • Steht Zucker in der Zutatenliste, dann besser die Finger weg (es drohen frühzeitig Zahnprobleme, Übergewicht und eventuell Diabetes)
  • Kein Futter mit Aromen, Farbstoffen, Lockstoffen, Geschmacksverstärkern etc. kaufen
  • Nach Möglichkeit sollten keine pflanzlichen Nebenprodukte (Getreide wie Weizen, Gerste und Soja) enthalten sein (Allergiegefahr, Verdauungsprobleme, Blähungen)

Schreibe einen Kommentar