Der Nürnberger Thymianbraten ist ein saftiger Schweinebraten mit kräftiger Bratensauce, aromatisiert mit frischem Thymian, Zwiebeln und Möhren. Das Fleisch schmort zunächst zugedeckt, damit es weich bleibt, und wird anschließend offen fertig gegart, sodass die Oberfläche Farbe bekommt. Die Sauce wird aus dem Bratensatz und dem Schmorgemüse abgezogen und erhält durch etwas Senf eine herzhafte, leicht würzige Note. Der Braten braucht insgesamt etwas Zeit, lässt sich während des Schmorens aber weitgehend unbeaufsichtigt fertigstellen.

Zutaten
Küchenhelfer
Zubereitung
- Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwiebeln und Möhren schälen, die Zwiebeln grob vierteln und die Möhren in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Die Thymianblättchen von den Zweigen streifen. Das Fleisch mit Küchenpapier trocken tupfen und rundum mit Salz, Pfeffer und den Thymianblättchen würzen.
- Das Rapsöl im ofengeeigneten Schmortopf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Die gewürzte Schweineschulter darin rundum insgesamt etwa 8 Minuten kräftig anbraten, bis sie deutlich gebräunt ist. Das Fleisch aus dem Topf nehmen.
- Zwiebeln und Möhren in den Schmortopf geben und 5 Minuten unter gelegentlichem Wenden anrösten. Das Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitrösten.
- Die Gemüsebrühe angießen und den Bratensatz vom Topfboden lösen. Das Fleisch wieder in den Topf legen, den Deckel aufsetzen und den Braten im vorgeheizten Backofen 90 Minuten schmoren.
- Den Deckel abnehmen und den Braten weitere 15 Minuten garen, bis die Oberfläche gebräunt ist. Die Schweineschulter ist fertig, wenn sie im Kern mindestens 70 °C erreicht hat und sich mit einem Messer leicht einstechen lässt.
- Das Fleisch aus dem Schmortopf nehmen, locker abdecken und 10 Minuten ruhen lassen. Währenddessen Senf und Apfelessig in den Schmorfond geben und das Gemüse mit dem Stabmixer fein pürieren. Die Sauce bei Bedarf kurz offen einkochen lassen und abschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Den Braten quer zur Faser in Scheiben schneiden und mit der heißen Thymiansauce servieren.
Welches Fleisch eignet sich am besten?
Schweineschulter bleibt durch ihren höheren Bindegewebsanteil beim Schmoren besonders saftig. Alternativ funktioniert Schweinenacken, der etwas stärker durchwachsen ist und eine noch kräftigere Textur ergibt. Sehr mageres Schweinefilet ist für diese Zubereitungsart nicht geeignet, weil es bei der langen Garzeit trocken werden kann.
Sauce richtig abschmecken
Nach dem Pürieren sollte die Sauce sämig vom Löffel laufen. Ist sie zu dünn, einige Minuten offen einkochen lassen; wirkt sie zu kräftig, mit wenig Wasser oder Brühe verdünnen. Erst danach abschließend salzen, da Brühe und Senf bereits Würze mitbringen.
Aufbewahren und Aufwärmen
Reste innerhalb von zwei Stunden in flache, saubere Behälter verteilen und im Kühlschrank aufbewahren. Zum Aufwärmen den Braten in Scheiben schneiden und mit etwas Sauce zugedeckt bei niedriger Hitze erwärmen, damit er nicht austrocknet.