Serviettenknödel werden als längliche Rolle in einem sauberen, feuchten Baumwolltuch gegart und anschließend in Scheiben geschnitten. Die Masse aus altbackenem Brot, Milch und Ei bleibt dabei locker, lässt sich aber stabil portionieren. Zwiebel, Petersilie und Muskat geben dem Knödel eine herzhafte Würze, die besonders gut zu kräftigen Saucen und Schmorgerichten passt.

Zutaten
Küchenhelfer
Zubereitung
- Die Brötchen oder das Weißbrot in etwa 1 cm große Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben.
- Die Milch in einem kleinen Topf erhitzen, bis sie heiß ist, aber nicht kocht. Über die Brotwürfel gießen, vorsichtig mischen und 10 Minuten quellen lassen.
- Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen, die Zwiebel darin 4 bis 5 Minuten glasig dünsten und anschließend etwas abkühlen lassen. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken.
- Eier, Zwiebel, Petersilie, Salz, Muskatnuss und Pfeffer zu den eingeweichten Brotwürfeln geben. Alles gründlich vermengen, ohne die Brotwürfel zu einer glatten Paste zu zerdrücken. Die Masse weitere 10 Minuten ruhen lassen.
- Ein sauberes, feuchtes Baumwolltuch ausbreiten. Die Knödelmasse darauf zu einer etwa 6 cm dicken und 25 cm langen Rolle formen. Das Tuch eng um die Rolle schlagen und die Enden mit Küchengarn abbinden. Die Rolle braucht etwas Platz zum Ausdehnen.
- In einem großen Topf reichlich Wasser zum Sieden bringen, aber nicht sprudelnd kochen lassen. Die eingewickelte Rolle hineinlegen und 30 bis 35 Minuten knapp unter dem Siedepunkt garen. Das Wasser soll nur leicht flimmern; die Rolle muss vollständig bedeckt sein.
- Die Rolle vorsichtig aus dem Wasser heben, aus dem Tuch wickeln und 5 Minuten ruhen lassen. Anschließend in etwa 2 cm dicke Scheiben schneiden und sofort servieren.
Aufbewahren und aufwärmen
Ausgekühlte Knödel in Scheiben schneiden und abgedeckt bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Zum Aufwärmen die Scheiben in wenig Butter von beiden Seiten braten oder über Wasserdampf erwärmen; so bleibt die Oberfläche saftig und bekommt beim Braten zusätzlich eine leichte Kruste.
Woran die Masse die richtige Konsistenz hat
Die eingeweichten Brotwürfel sollen weich sein, aber nicht in Flüssigkeit schwimmen. Lässt sich die Masse nach dem Ruhen nicht zu einer kompakten Rolle zusammendrücken, einige Minuten länger quellen lassen; wirkt sie ungewöhnlich feucht, helfen wenige zusätzliche Brotwürfel, die zuvor klein geschnitten und kurz untergemischt werden.