Schwäbische Spätzle werden aus einem zähen Eierteig direkt ins siedende Salzwasser geschabt. Dadurch entstehen unregelmäßige, leicht bissfeste Teigstücke mit weicher Oberfläche, die Butter, Sauce oder Bratensaft gut aufnehmen. Diese klassische Fassung arbeitet mit Eiern, Mehl und Wasser und wird portionsweise auf dem Spätzlebrett zubereitet. Der Teig ruht kurz, bevor die Spätzle frisch gekocht und serviert werden.

Zutaten
Küchenhelfer
Zubereitung
- Mehl, 10 g Salz und Muskat in eine große Schüssel geben. Eier und 200 ml Wasser hinzufügen und alles mit einem stabilen Kochlöffel oder Knethaken zu einem zähen, glatten Teig schlagen. Den Teig so lange schlagen, bis er Blasen bildet und schwer reißend vom Löffel fällt.
- Den Teig 10 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. In dieser Zeit den großen Topf mit 3 l Wasser und 30 g Salz aufsetzen und zum kräftigen Sieden bringen.
- Das Spätzlebrett kurz in das siedende Wasser tauchen, eine dünne Schicht Teig daraufstreichen und das Brett über den Topf halten. Mit dem angefeuchteten Teigschaber oder Messer schmale Teigstreifen direkt ins Wasser schaben. Nicht mehr als ein Viertel des Teigs auf einmal einlegen, damit das Wasser siedend bleibt.
- Die Spätzle 2 bis 3 Minuten garen. Sobald sie an die Oberfläche steigen und noch leicht bissfest sind, mit dem Schaumlöffel herausheben und abtropfen lassen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren; zwischen den Chargen das Wasser wieder zum Sieden bringen.
- Die Spätzle sofort servieren oder bis zum Anrichten mit etwas Butter vermengen und kurz warmhalten. Für eine besonders lockere Konsistenz die gekochten Spätzle nicht übereinander in einer tiefen, ungeölten Schüssel stehen lassen.
So wird der Teig richtig zäh
Der Teig sollte deutlich zäher als ein Pfannkuchenteig sein und schwer reißend vom Kochlöffel fallen. Ist er zu fest, höchstens teelöffelweise Wasser einarbeiten; ist er zu flüssig, etwas Mehl gründlich unterrühren und den Teig erneut kurz ruhen lassen.
Spätzle vorbereiten und warmhalten
Frisch gekochte Spätzle kurz abtropfen lassen und entweder sofort servieren oder in einer Schüssel mit etwas Butter vermengen. Für eine kurze Wartezeit können sie bei niedriger Temperatur warmgehalten werden; längeres Warmhalten macht sie jedoch weicher.
Aufbewahren und aufwärmen
Übrig gebliebene Spätzle vollständig ausdampfen lassen, abgedeckt kühlen und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen. Zum Aufwärmen in einer Pfanne mit etwas Butter schwenken, bis sie durchgehend heiß sind.