Schlehenlikör wird aus herben Schlehen, Zucker und klarem Wodka angesetzt und erhält durch die lange Ziehzeit eine dunkle Farbe sowie ein fruchtig-würziges Aroma. Die Beeren geben ihren Saft langsam an den Alkohol ab, während der Zucker die kräftige Säure abrundet. Besonders aromatisch wird der Likör, wenn die Schlehen vor dem Ansetzen einmal durchgefroren waren; das ist für diese Rezeptfassung jedoch nicht erforderlich. Nach dem Filtern sollte der Likör noch einige Tage ruhen, bevor er ausgeschenkt wird.

Zutaten
Küchenhelfer
Zubereitung
- Die Schlehen verlesen, beschädigte Früchte entfernen, gründlich waschen und vollständig trocken tupfen. Die Beeren mit einer Gabel mehrmals einstechen, damit Saft und Aroma in den Alkohol übergehen.
- Schlehen, Zucker und Zimtstange in ein sauberes Schraubglas geben. Den Wodka darübergießen, bis die Früchte vollständig bedeckt sind, und das Glas verschließen.
- Das Glas sechs Wochen an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahren. In den ersten Tagen vorsichtig schwenken, bis sich der Zucker weitgehend gelöst hat; danach genügt gelegentliches Bewegen.
- Den Ansatz durch ein feines Sieb in eine Schüssel abgießen. Die Schlehen nicht kräftig auspressen, damit der Likör klarer bleibt. Den gefilterten Likör in eine saubere Flasche füllen, verschließen und vor dem Servieren mindestens drei bis fünf Tage ruhen lassen.
Wie wird Schlehenlikör gelagert?
Den fertig gefilterten Likör in saubere, gut verschließbare Flaschen füllen und dunkel sowie kühl lagern. Eine angebrochene Flasche bleibt im Kühlschrank besonders aromatisch; vor dem Servieren kann der Likör bei Raumtemperatur kurz temperieren.
Wann ist der Likör aromatisch genug?
Nach sechs Wochen Ziehzeit ist der Likör fruchtig und deutlich schlehenbetont. Eine längere Reifezeit von weiteren zwei bis vier Wochen macht das Aroma meist runder, ist aber nicht zwingend erforderlich.