Rheinhessischer Rindersaftbraten ist ein langsam geschmorter Rinderbraten mit kräftiger, sämiger Sauce. Trockener Rotwein, Wurzelgemüse und Zwiebeln geben der Sauce Tiefe, während das Fleisch durch die lange Garzeit weich und saftig wird. Die Zubereitung eignet sich besonders für ein sonntägliches Essen, lässt sich aber auch am Vortag kochen und später schonend erwärmen. Für ein gutes Ergebnis sollte der Braten nach dem Schmoren leicht auseinanderzuziehen sein, bevor er aufgeschnitten wird.

Zutaten
Küchenhelfer
Zubereitung
- Den Backofen auf 165 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwiebeln, Möhren und Sellerie schälen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Das Rindfleisch mit Küchenpapier trocken tupfen und rundherum mit Salz und Pfeffer würzen.
- Das Rapsöl im schweren Bräter stark erhitzen. Das Fleisch rundherum insgesamt 8 bis 10 Minuten kräftig anbraten, bis es deutlich gebräunt ist. Herausnehmen und kurz beiseitelegen.
- Zwiebeln, Möhren und Sellerie in den Bräter geben und bei mittlerer bis hoher Hitze 6 bis 8 Minuten rösten. Das Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitrösten.
- Mit dem Rotwein ablöschen und den Bratensatz gründlich vom Boden lösen. Den Wein offen 8 bis 10 Minuten einkochen lassen, bis er deutlich reduziert ist. Rinderbrühe, Lorbeerblätter und Thymian einlegen.
- Das Fleisch wieder in den Bräter legen. Die Flüssigkeit soll etwa bis zur halben Höhe des Bratens reichen. Den Bräter zugedeckt in den vorgeheizten Backofen stellen und den Braten etwa 2 Stunden und 15 Minuten bis 2 Stunden und 30 Minuten schmoren. Nach etwa 90 Minuten einmal wenden und prüfen, ob noch ausreichend Flüssigkeit vorhanden ist; bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.
- Der Braten ist fertig, wenn eine Gabel leicht hineingleitet und sich das Fleisch ohne großen Widerstand teilen lässt. Falls es noch fest ist, weitere 20 Minuten zugedeckt schmoren und erneut prüfen. Das Fleisch aus dem Bräter nehmen, locker abdecken und 15 Minuten ruhen lassen.
- Lorbeerblätter und Thymianstiele aus dem Schmorfond entfernen. Das Gemüse mit dem Fond fein pürieren oder die Sauce für eine rustikalere Konsistenz nur teilweise pürieren. Die Sauce bei Bedarf kurz einkochen oder mit wenig Wasser verdünnen und abschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Den Rindersaftbraten quer zur Faser in Scheiben schneiden und mit der heißen Sauce servieren.
Sauce besonders fein abziehen
Für eine glatte Sauce das gegarte Gemüse mit dem Schmorfond sehr fein pürieren und anschließend durch ein Sieb streichen. Wird die Sauce zu dünn, einige Minuten ohne Deckel einkochen lassen; ist sie zu kräftig, mit wenig Wasser oder ungesalzener Brühe verdünnen.
Vorbereiten und aufbewahren
Der Braten kann vollständig gegart, mit Sauce bedeckt und nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Zum Servieren die Scheiben in der Sauce bei niedriger Hitze langsam erwärmen, damit das Fleisch nicht austrocknet. Beilagen wie Kartoffelklöße, Salzkartoffeln oder Spätzle sind externe Servierempfehlungen und gehören nicht zur Rezeptkarte.
Woran erkennt man den richtigen Garpunkt?
Der Braten ist fertig, wenn eine Gabel ohne großen Widerstand hineingleitet und sich das Fleisch beim Anschneiden leicht teilen lässt. Ist es noch fest, den Braten weiter zugedeckt schmoren und nach jeweils 20 Minuten erneut prüfen.