Ratsherrentopf

Der Ratsherrentopf ist ein kräftiger, sämiger Fleischtopf mit zart geschmortem Rind, Speck, Kartoffeln und Wurzelgemüse. Angebratenes Tomatenmark und eine dunkle Brühe geben ihm ein herzhaftes, leicht würziges Aroma, während die Kartoffeln die Sauce natürlich binden. Das Gericht wird in einem großen Topf zubereitet und eignet sich als vollständige Mahlzeit für vier Personen. Durch die überschaubare Zutatenliste bleibt der Eintopf bodenständig, bekommt aber durch Gewürzgurken und Majoran eine markante herzhafte Note.

Herzhafter Ratsherrentopf mit Rindfleisch, Speck, Kartoffeln und Wurzelgemüse
Beispielbild zum Rezept: Ratsherrentopf
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 50 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 20 Minuten

Zutaten

Für 4 Portionen
Für den Ratsherrentopf
  • 600 g Rindergulasch
  • 100 g durchwachsener Speck in Würfeln
  • 2 Zwiebeln mittelgroß
  • 2 Möhren mittelgroß
  • 600 g festkochende Kartoffeln
  • 150 g Champignons
  • 2 EL Tomatenmark
  • 750 ml Rinderbrühe möglichst salzarm
  • 100 g Gewürzgurken
  • 50 ml Gurkenwasser
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 EL glatte Petersilie Blätter von den Stielen gezupft
  • 1 Prise Salz erst nach dem Abschmecken ergänzen
  • 0.5 TL schwarzer Pfeffer frisch gemahlen

Küchenhelfer

  • 1 großer schwerer Topf mit mindestens 4 Litern Fassungsvermögen

Zubereitung
 

Vorbereiten
  1. Die Zwiebeln und Möhren schälen und würfeln. Die Kartoffeln schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Die Champignons putzen und vierteln. Die Gewürzgurken würfeln und die Petersilie fein hacken.
  2. Das Rapsöl in einem großen, schweren Topf stark erhitzen. Das Rindergulasch trocken tupfen und in zwei bis drei Portionen jeweils 3 bis 4 Minuten kräftig anbraten, bis es gebräunt ist. Jede Portion anschließend kurz aus dem Topf nehmen.
Schmoren
  1. Den Speck im selben Topf 2 Minuten auslassen. Zwiebeln, Möhren und Champignons zugeben und bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 5 Minuten anbraten. Das Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitrösten.
  2. Das angebratene Fleisch wieder in den Topf geben. Paprikapulver, Majoran, Lorbeerblatt und Pfeffer einrühren. Mit der Rinderbrühe ablöschen und den Bratensatz vom Topfboden lösen.
  3. Den Inhalt aufkochen, dann die Hitze reduzieren und den Eintopf zugedeckt 30 Minuten sanft schmoren lassen. Die Flüssigkeit soll nur leicht simmern.
  4. Die Kartoffelwürfel hinzufügen und den Eintopf weitere 15 Minuten zugedeckt garen, bis Fleisch und Kartoffeln weich sind. Falls der Topfboden anzusetzen droht, die Hitze reduzieren und kurz umrühren.
  5. Lorbeerblatt entfernen. Gewürzgurken, Gurkenwasser und Petersilie unterrühren und den Ratsherrentopf 2 Minuten offen ziehen lassen. Erst jetzt vorsichtig salzen und heiß servieren.
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So wird der Eintopf besonders sämig

Die Kartoffeln sollten in etwa gleich große Würfel geschnitten werden, damit sie gleichzeitig gar sind. Einige Würfel zerfallen beim Schmoren leicht und binden dadurch die Brühe; wer eine noch dickere Konsistenz möchte, kann am Ende eine kleine Menge Kartoffelwürfel im Topf mit dem Kochlöffel zerdrücken.

Aufbewahren und Aufwärmen

Reste in flache, saubere Behälter verteilen und zügig abkühlen lassen, bevor sie in den Kühlschrank gestellt werden. Dort hält sich der vollständig durchgekühlte Eintopf etwa zwei bis drei Tage. Beim Aufwärmen portionsweise erhitzen und bei Bedarf mit etwas Brühe verdünnen, da die Kartoffeln nach dem Stehen weiter Flüssigkeit binden.

Mögliche Abwandlung

Für eine rauchigere Variante kann ein Teil des Paprikapulvers durch geräuchertes Paprikapulver ersetzt werden. Das verändert den Grundcharakter nicht, verstärkt aber die herzhafte Note des Specks.

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