Poularde in Wermut-Sahne-Soße verbindet zartes Geflügel mit einer cremigen, leicht kräuterigen Sauce und der feinen Würze von trockenem Wermut. Die Poularde wird zunächst kräftig angebraten und anschließend im Ofen fertig gegart, sodass die Haut Farbe bekommt und das Fleisch saftig bleibt. Die Sauce entsteht aus dem aromatischen Bratensatz, Geflügelfond, Wermut und Sahne. Entscheidend für den sicheren Garpunkt ist eine Kerntemperatur von mindestens 74 °C an der dicksten Stelle.

Zutaten
Küchenhelfer
Zubereitung
- Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Poularde aus der Verpackung nehmen, innen und außen mit Küchenpapier trocken tupfen und rundum mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebel und Möhren schälen und grob würfeln, den Knoblauch schälen und leicht andrücken.
- Das Rapsöl im großen ofenfesten Bräter erhitzen. Die Poularde zuerst mit der Brustseite nach unten, dann auf den beiden Seiten und zuletzt kurz auf dem Rücken insgesamt etwa 10 Minuten anbraten, bis die Haut gleichmäßig goldbraun ist. Das Geflügel herausnehmen.
- Zwiebel, Möhren und Knoblauch im Bräter 4 Minuten anrösten. Den Thymian dazugeben, die Poularde mit der Brustseite nach oben wieder in den Bräter setzen und den Wermut angießen.
- Den Geflügelfond angießen, ohne die Haut vollständig zu bedecken. Den Bräter ohne Deckel in den vorgeheizten Ofen geben und die Poularde etwa 55 bis 65 Minuten garen. Sie ist sicher gegart, wenn die dickste Stelle der Keule mindestens 74 °C erreicht; bei einer größeren Poularde die Garzeit entsprechend verlängern.
- Die Poularde aus dem Bräter nehmen, auf eine vorgewärmte Platte legen und locker ruhen lassen. Den Bratensaft durch ein Sieb in einen kleinen Topf gießen und das Gemüse dabei gut ausdrücken. Das Gemüse wird für die Sauce nicht weiterverwendet.
- Den aufgefangenen Bratensaft mit der Sahne verrühren und bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten sanft einkochen lassen, bis die Sauce leicht sämig ist. Die kalte Butter in kleinen Stücken unterschwenken und die gehackte Petersilie einrühren. Mit Pfeffer und, falls nötig, wenig Salz abschmecken.
- Die Poularde nach insgesamt 10 Minuten Ruhezeit tranchieren und mit der Wermut-Sahne-Soße servieren.
Woran ist die Poularde gar?
Miss die Temperatur an der dicksten Stelle der Keule, ohne den Knochen zu berühren. Sie sollte mindestens 74 °C erreichen; bei einer größeren Poularde kann sich die Garzeit entsprechend verlängern. Nach dem Ruhen verteilt sich der Fleischsaft besser und das Geflügel lässt sich sauber tranchieren.
So bleibt die Sauce cremig
Die Sahne erst nach dem Reduzieren von Wermut und Fond zugeben und die Sauce anschließend nur sanft köcheln lassen. Wird sie zu dick, lässt sie sich mit etwas zusätzlichem Fond verdünnen; kräftiges Kochen nach Zugabe der Sahne kann die Konsistenz beeinträchtigen.
Aufbewahren und Aufwärmen
Übrig gebliebenes Geflügel und Sauce getrennt oder gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen. Zum Aufwärmen die Sauce bei niedriger Hitze erwärmen und das Fleisch darin nur so lange erhitzen, bis es durchgehend heiß ist.