Pichelsteiner Eintopf (Alfred Biolek)

Pichelsteiner Eintopf ist ein kräftiges Schmorgericht mit mehreren Fleischsorten, Kartoffeln und winterlichem Gemüse. In dieser Fassung garen Rind, Schwein und Lamm gemeinsam mit Möhren, Sellerie, Lauch, Wirsing und Zwiebeln in einer mild gewürzten Brühe. Das Ergebnis ist ein sämiger, aber nicht pürierter Eintopf mit zartem Fleisch und klar erkennbaren Gemüsestücken. Die Zutaten werden direkt im Topf vorbereitet und anschließend langsam gegart, damit sich die Aromen verbinden.

Pichelsteiner Eintopf mit Rind, Schwein, Lamm, Kartoffeln und Gemüse
Beispielbild zum Rezept: Pichelsteiner Eintopf (Alfred Biolek)
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde 30 Minuten
Gesamtzeit 2 Stunden

Zutaten

Für 4 Portionen
Für den Eintopf
  • 200 g Rinderbug roh, ohne Knochen
  • 200 g Schweinenacken roh, ohne Knochen
  • 200 g Lammschulter roh, ohne Knochen
  • 700 g vorwiegend festkochende Kartoffeln roh
  • 300 g Möhren roh
  • 250 g Knollensellerie roh
  • 250 g Lauch roh
  • 250 g Wirsing roh
  • 150 g Zwiebeln roh
  • 15 ml Rapsöl
  • 1200 ml ungesalzene Rinder- oder Gemüsebrühe heiß
  • 6 g Salz für die Grundwürzung
  • 2 g schwarzer Pfeffer gemahlen
  • 1 g getrockneter Majoran
  • 10 g glatte Petersilie frisch, zum Servieren

Küchenhelfer

  • 1 großer schwerer Topf mit mindestens 4,5 l Fassungsvermögen

Zubereitung
 

Vorbereiten
  1. Rinderbug, Schweinenacken und Lammschulter mit Küchenpapier trocken tupfen und jeweils in etwa 3 cm große Würfel schneiden. Kartoffeln und Möhren schälen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Sellerie schälen und ebenfalls würfeln. Zwiebeln schälen und fein würfeln. Lauch gründlich waschen, längs halbieren und in 1 cm breite Ringe schneiden. Wirsing waschen, den Strunk entfernen und die Blätter in etwa 3 cm große Stücke schneiden. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken.
Eintopf garen
  1. Das Rapsöl in einem großen schweren Topf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Die Fleischwürfel portionsweise jeweils 3 bis 4 Minuten rundherum anbraten, damit der Topfboden nicht überfüllt wird. Das angebratene Fleisch jeweils zurück in den Topf geben.
  2. Die Zwiebeln zum Fleisch geben und 2 Minuten mitbraten. Mit der heißen Brühe auffüllen und den Bratensatz vom Topfboden lösen. Salz, Pfeffer und Majoran einrühren.
  3. Kartoffeln, Möhren, Sellerie, Lauch und Wirsing nacheinander auf das Fleisch legen. Nicht kräftig umrühren, damit die Gemüsekomponenten beim Schmoren möglichst gut ihre Form behalten. Die Flüssigkeit soll das Gemüse nicht vollständig bedecken.
  4. Den Eintopf aufkochen lassen, anschließend die Hitze reduzieren und den Topf mit einem Deckel schließen. 80 bis 90 Minuten knapp unter dem Siedepunkt schmoren lassen, bis das Fleisch beim Einstechen weich ist und die Kartoffeln ohne Widerstand durchgaren. Bei Bedarf den Topf gelegentlich vorsichtig rütteln; nur wenn der Boden anzusetzen droht, mit wenig Wasser ergänzen.
  5. Den Eintopf vorsichtig durchheben, damit die Kartoffeln nicht zerfallen. Abschmecken und die gehackte Petersilie kurz vor dem Servieren darüberstreuen. Der Eintopf soll heiß, die Fleischstücke zart und das Gemüse weich, aber noch als Stücke erkennbar sein.
Rezept drucken

Welches Fleisch eignet sich?

Am zuverlässigsten gelingt der Eintopf mit durchwachsenen, schmorfähigen Stücken wie Rinderbug, Schweinenacken und Lammschulter. Mageres Fleisch wird schneller trocken und sollte nicht kleiner geschnitten werden als angegeben. Wer Lamm geschmacklich zurückhaltender einsetzen möchte, kann es durch zusätzliches Rind ersetzen; dadurch bleibt der Eintopf stimmig, entspricht aber nicht mehr der Dreierkombination dieser Standardfassung.

Aufbewahren und Aufwärmen

Den fertigen Eintopf nach dem Kochen zeitnah in flache, saubere Behälter verteilen und im Kühlschrank vollständig durchkühlen lassen. Gekühlt innerhalb von zwei bis drei Tagen verbrauchen. Beim Aufwärmen portionsweise langsam erhitzen, bis der Eintopf wieder vollständig heiß ist; bei Bedarf mit wenig Wasser oder Brühe aus der Zutatenliste verdünnen.

Schreibe einen Kommentar