Eine gefüllte Pute ist ein festliches Ofengericht mit saftigem Geflügel und einer herzhaften Brotfüllung aus Äpfeln, Zwiebeln und Salbei. Die Füllung nimmt während des Garens Bratensaft auf und bleibt weich, während die Haut goldbraun und aromatisch wird. Für ein zuverlässiges Ergebnis wird die Pute zunächst bei höherer Temperatur angegart und anschließend schonend fertig gegart. Ein Fleischthermometer ist besonders wichtig, weil sowohl das Fleisch als auch die Füllung vollständig durchgegart sein müssen.
Benötigt werden ein großer Bräter oder eine tiefe ofenfeste Form sowie ein Fleischthermometer.

Zutaten
Küchenhelfer
Zubereitung
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Brotwürfel in eine große Schüssel geben und mit der lauwarmen Milch übergießen. 10 Minuten quellen lassen.
- 60 g Butter in einer großen Pfanne schmelzen. Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze 5 Minuten glasig dünsten. Äpfel hinzufügen und 3 Minuten mitdünsten. Die Mischung kurz abkühlen lassen, dann mit den gequollenen Brotwürfeln, Eiern, Petersilie, Salbei, Salz und Pfeffer vermengen.
- Die vollständig aufgetaute Pute aus der Verpackung nehmen, vorhandene Innereien entfernen und die Pute innen und außen mit Küchenpapier trocken tupfen. Nicht abwaschen. Die Haut mit dem Öl einreiben und die Außenseite mit Salz und Pfeffer würzen.
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, falls dies nicht bereits geschehen ist. Einen großen Bräter mit 20 g Butter fetten. Die Brotfüllung locker in die Bauchhöhle geben, damit die heiße Luft zirkulieren kann. Die Öffnung mit Küchengarn verschließen oder die Haut mit Holzspießen sichern. Die Pute mit der Brustseite nach oben in den Bräter setzen und die Brühe angießen.
- Die Pute 30 Minuten bei 180 °C braten. Sobald die Haut deutlich gebräunt ist, die Temperatur auf 160 °C Ober-/Unterhitze reduzieren.
- Die Pute bei 160 °C etwa 2 Stunden und 45 Minuten weitergaren. Nach jeweils etwa 45 Minuten mit dem Bratensaft übergießen. Wird die Haut zu dunkel, die Brust locker mit Alufolie abdecken.
- Die Pute ist erst fertig, wenn an der dicksten Stelle der Brust, im dicksten Teil der Keule und in der Mitte der Füllung mindestens 74 °C erreicht sind. Das Thermometer jeweils ohne Knochenkontakt einstechen. Wird der Wert noch nicht erreicht, die Pute in 10-Minuten-Schritten weitergaren und erneut messen.
- Die fertige Pute aus dem Bräter nehmen, locker mit Alufolie abdecken und 30 Minuten ruhen lassen. Anschließend das Küchengarn oder die Holzspieße entfernen, die Füllung herausheben und die Pute tranchieren. Die Füllung zusammen mit dem Fleisch und etwas Bratensaft servieren.
Reste sicher aufbewahren
Übrig gebliebenes Fleisch und die Füllung innerhalb von zwei Stunden vom Knochen lösen, in flache Behälter verteilen und zügig kühlen. Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von zwei bis drei Tagen verbrauchen oder portionsweise einfrieren.
Woran ist die Pute gar?
Die Kerntemperatur wird an der dicksten Stelle der Brust und im dicksten Teil der Keule gemessen, ohne den Knochen zu berühren. Auch die Mitte der Füllung muss mindestens 74 °C erreichen; wird dieser Wert noch nicht erreicht, die Pute weitergaren und erneut kontrollieren.
Füllung nicht zu fest einpacken
Die Brotfüllung nur locker in die Bauchhöhle geben, damit die Hitze sie gleichmäßig erreicht. Übrig gebliebene Füllung in einer kleinen gefetteten Form neben der Pute mitgaren und nicht roh servieren.