Flämisches Rindfleisch ist ein kräftiges Schmorgericht mit zartem Rind, weich gegarten Zwiebeln und einer dunklen, leicht süßlich-würzigen Sauce. Dunkles Bier, Senf und mitgeschmortes Brot geben der Sauce Tiefe und eine sämige Konsistenz. Das Fleisch braucht Zeit, bleibt dadurch aber besonders saftig und lässt sich gut mit Kartoffelpüree, Salzkartoffeln oder knusprigem Brot servieren.

Zutaten
Küchenhelfer
Zubereitung
- Das Rindfleisch in etwa 4 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln schälen und in dünne Streifen schneiden. Thymian abspülen und trocken schütteln.
- Butter und Öl in einem schweren Schmortopf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Das Rindfleisch in zwei Chargen jeweils etwa 6 bis 7 Minuten rundum kräftig anbraten, damit der Topfboden nicht überfüllt ist. Das Fleisch herausnehmen und mit 6 g Salz und dem Pfeffer würzen.
- Die Zwiebeln in den Topf geben und bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten braten, bis sie weich und leicht goldbraun sind. Den braunen Zucker einrühren und 1 Minute mitrösten.
- Das Mehl über die Zwiebeln streuen und 1 Minute unter Rühren anschwitzen. Bier und Rinderbrühe langsam angießen und dabei die Röststoffe vom Topfboden lösen. Senf, Rotweinessig, Lorbeerblätter und Thymian einrühren.
- Das angebratene Rindfleisch samt ausgetretenem Fleischsaft zurück in den Topf geben. Die Brotscheiben dünn mit etwas Senf aus dem Topf bestreichen und mit der bestrichenen Seite nach unten auf das Fleisch legen. Alles einmal aufkochen, dann die Hitze auf sehr niedrig stellen und das Gericht zugedeckt etwa 150 Minuten sanft schmoren lassen. Zwischendurch prüfen, dass die Sauce nur leise köchelt.
- Lorbeerblätter und Thymian entfernen. Das Fleisch prüfen: Es soll sich leicht mit einer Gabel teilen lassen. Die Sauce mit dem restlichen Salz abschmecken und das Gericht vor dem Servieren 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen.
Woran erkennt man den richtigen Garpunkt?
Das Rindfleisch ist fertig, wenn sich ein Würfel mit einer Gabel leicht teilen lässt. Bleibt es noch fest, die Schmorzeit bei sanfter Hitze in 15-Minuten-Schritten verlängern und bei Bedarf einen kleinen Schuss Wasser ergänzen.
Aufbewahren und Aufwärmen
Reste zügig in flache Behälter verteilen und im Kühlschrank aufbewahren. Beim Aufwärmen das Gericht langsam erhitzen und mit etwas Wasser oder Brühe auf die ursprüngliche Saucenkonsistenz bringen.