Anisplätzchen sind kleine, aromatische Plätzchen mit deutlich würzigem Anisgeschmack, einer hellen, leicht trockenen Oberfläche und einem zarten Biss. Für diese Fassung wird der Anis frisch zerstoßen und direkt in einen einfachen Ei-Zucker-Teig eingearbeitet. Die geformten Plätzchen müssen vor dem Backen mehrere Stunden trocknen, damit sich ihre typische Oberfläche bildet. Dadurch eignet sich das Rezept gut für die Vorbereitung am Vorabend.

Zutaten
Küchenhelfer
Zubereitung
- Die Anissamen im Mörser grob zerstoßen. Das Backblech mit Backpapier belegen.
- Die Eier in einer Rührschüssel mit dem Puderzucker 5 bis 6 Minuten hell und dickcremig aufschlagen. Den zerstoßenen Anis kurz unterrühren. Das Mehl darübersieben und mit einem Teigschaber nur so lange unterheben, bis ein glatter, zähfließender Teig entstanden ist.
- Den Teig in etwa 30 gleich große Portionen von jeweils ungefähr 15 g auf das vorbereitete Blech setzen und dabei ausreichend Abstand lassen. Die Oberfläche bei Bedarf mit der Rückseite eines angefeuchteten Teelöffels leicht glätten. Die Plätzchen 8 Stunden, am besten über Nacht, unbedeckt bei Raumtemperatur trocknen lassen. Die Oberfläche soll sich danach trocken anfühlen und beim vorsichtigen Berühren nicht mehr kleben.
- Den Backofen auf 140 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Das Blech auf der mittleren Schiene einschieben und die Anisplätzchen 10 bis 12 Minuten backen. Die Oberfläche soll hell bleiben; die Unterseite darf leicht Farbe annehmen.
- Die Plätzchen 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, anschließend vorsichtig lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Warum die Plätzchen vor dem Backen trocknen
Die Trockenzeit lässt die Oberfläche des Teigs leicht fest werden. Beim anschließenden Backen kann sich darunter der zarte Boden ausbilden, während die Oberseite möglichst hell bleibt. Werden die Plätzchen zu früh gebacken, verlaufen sie stärker und die Oberfläche bleibt ungleichmäßiger.
Aufbewahrung
Nach dem vollständigen Auskühlen die Anisplätzchen in einer gut schließenden Dose aufbewahren. Zwischen Lagen kann Backpapier verwendet werden. In den ersten Tagen werden sie meist etwas mürber; Feuchtigkeit und stark aromatische Gebäcke sollten von der Dose ferngehalten werden.