Allgäuer Käsespatzen

Allgäuer Käsespatzen sind ein herzhaftes Gericht aus weichen, frisch gekochten Spätzle, würzigem Käse und goldbraun gebratenen Zwiebeln. Die Spätzle werden portionsweise ins kochende Wasser gestrichen und anschließend heiß mit dem Käse geschichtet, sodass er zwischen den Lagen schmilzt. Bergkäse sorgt für kräftiges Aroma, während Emmentaler die Mischung angenehm schmelzend macht. Besonders wichtig ist ein zähflüssiger Teig: Er soll langsam vom Spätzlebrett oder aus der Presse ins Wasser gleiten und die typische unregelmäßige Form behalten.

Allgäuer Käsespatzen mit geschmolzenem Käse und goldbraunen Zwiebeln in einer Servierschüssel
Beispielbild zum Rezept: Allgäuer Käsespatzen
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 25 Minuten
Gesamtzeit 40 Minuten

Zutaten

Für 4 Portionen
Für die Spätzle
  • 400 g Weizenmehl Type 405 oder 550
  • 4 Eier Größe M
  • 220 ml Wasser kalt
  • 8 g Salz
  • 1 g Muskatnuss gemahlen
Für Käse und Zwiebeln
  • 200 g Allgäuer Bergkäse am Stück
  • 200 g Emmentaler am Stück
  • 2 Zwiebeln mittelgroß
  • 30 g Butter
  • 1 Prise Salz für die Zwiebeln

Küchenhelfer

  • 1 großer Topf für das Spätzlewasser
  • 1 Spätzlepresse oder Spätzlebrett mit Schaber
  • 1 große Pfanne für die Zwiebeln
  • 1 große hitzefeste Schüssel oder Auflaufform zum Schichten und Servieren

Zubereitung
 

Vorbereiten
  1. Den Bergkäse und den Emmentaler grob reiben. Die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Ringe schneiden.
  2. Die Butter in der großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Zwiebelringe mit einer Prise Salz darin 10 bis 12 Minuten braten und dabei gelegentlich wenden, bis sie weich und goldbraun sind. Anschließend bei kleinster Hitze warm halten.
Spätzleteig und Garen
  1. Mehl, Eier, Wasser, Salz und Muskatnuss in einer Schüssel mit einem Kochlöffel kräftig verrühren, bis ein glatter, zähflüssiger Teig entsteht. Der Teig soll schwer vom Löffel fließen und nicht fest stehen.
  2. Während die Zwiebeln braten, einen großen Topf mit reichlich Wasser zum Kochen bringen und leicht salzen. Das Wasser soll sprudelnd kochen, bevor die erste Teigportion hineinkommt.
  3. Jeweils etwa ein Viertel des Teigs durch eine Spätzlepresse ins kochende Wasser drücken oder portionsweise vom Spätzlebrett ins Wasser schaben. Die Spätzle vorsichtig lösen und etwa 2 bis 3 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen und leicht elastisch sind. Mit einem Schaumlöffel herausheben und abtropfen lassen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.
Schichten und Servieren
  1. Die heiße hitzefeste Schüssel oder Auflaufform mit einer Lage Spätzle füllen und etwas von der Käsemischung darüberstreuen. Spätzle und Käse abwechselnd einschichten und mit einer Käseschicht abschließen. Die Schüssel 3 bis 5 Minuten stehen lassen, bis der Käse zwischen den heißen Spätzlelagen geschmolzen ist.
  2. Die gebratenen Zwiebeln auf den Käsespätzle verteilen und das Gericht sofort servieren.
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Welcher Käse passt am besten?

Eine Mischung aus würzigem Bergkäse und gut schmelzendem Emmentaler ergibt ein ausgewogenes Aroma. Für eine kräftigere Variante kann der Emmentaler vollständig durch Bergkäse ersetzt werden; milder wird das Gericht mit mehr Emmentaler.

Teig und Spätzle richtig beurteilen

Der Teig soll deutlich zähflüssiger als Pfannkuchenteig sein und beim Abstechen nicht reißen. Steigen die Spätzle an die Oberfläche, lässt man sie noch etwa eine Minute garen und hebt sie dann mit einem Schaumlöffel heraus. Zu lange gekochte Spätzle werden weich und verbinden sich schlechter mit dem Käse.

Aufbewahren und Aufwärmen

Reste nach dem Essen zügig in einen flachen Behälter umfüllen, abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Zum Aufwärmen eignen sich Pfanne oder Mikrowelle; ein kleiner Schuss Wasser oder Milch verhindert, dass die Käsespätzle trocken werden.

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