Was tun bei Eisenmangel?

Eisen ist für unseren Körper extrem wichtig. Es ist wesentlicher Bestandteil des Hämoglobins, der roten Blutkörperchen. Ohne ausreichend Eisen „im Blut“ kann der Sauerstofftransport nur eingeschränkt stattfinden. Das heißt, jede einzelne Zelle bekommt zu wenig Sauerstoff. Wir atmen, aber am eigentlichen Zielpunkt, kommt wegen Eisenmangel zu wenig an. Sauerstoff ist aber wichtig, damit in den Zellen Energie erzeugt wird. Fehlt uns der Sauerstoff und damit die Energie, dann fühlen wir uns müde, erschöpft und abgeschlagen, also wenig leistungsfähig. Außerdem stellen sich mit der Zeit viele weitere lästige Beschwerden und Symptome ein. Unser Ratgeber „Was tun bei Eisenmangel?“ klärt Sie über die Ursachen, Diagnosemöglichkeiten und Behandlungsmöglichkeiten auf. Neben unseren Informationen und Behandlungsmöglichkeiten gibt es auf der Seite http://www.fitness-spartacus.de im Artikel http://www.fitness-spartacus.de/eisenmangel viele weitere Fakten und Hintergundwissen.

Ursachen für Eisenmangel bei Männern und Frauen

Was tun bei Eisenmangel?

Was tun bei Eisenmangel?

Ein Eisenmangel ist auch in unserer westlichen Welt, trotz Überangebot an Nahrung, gar nicht mal so selten. Besonders Frauen weisen einen Mangel an Eisen auf. Hauptsächlich durch die monatliche Menstruation geht durch den Blutverlust auch Eisen verloren. Aber auch Männer können betroffen sein. Der menschliche Körper kann selbst kein Eisen herstellen. Es muss also komplett „von außen“ über die Nahrung zugeführt werden. Mangel- und Fehlernährung oder einseitige Crash-Diäten können einen Eisenmangel begünstigen. Aber auch häufiges Blutspenden, Operationen oder eine Geburt können einen Eisenmangel nach sich ziehen. Häufig leiden auch Vegetarier und Veganer unter Eisenmangel, da Eisen hauptsächlich in tierischer Nahrung zu finden ist und besonders das Eisen tierischen Ursprungs deutlich besser vom Körper verwertet werden kann, als aus Pflanzen. Vegetarier und Veganer sollten also unbedingt ein Auge auf Ihre Eisenwerte haben und bei Bedarf mit Nahrung oder Eisen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln gegensteuern. Da der Körper Eisen im gewissen Umfang speichern kann, ist eine verminderte Zufuhr über einen kürzeren Zeitraum nicht schlimm, weil der Körper dieses über seinen Ferritin-Speicher gut kompensieren kann. Sind die Speicher aber irgendwann komplett entleert, stellen sich nach und nach schleichend Beschwerden ein. Erhöhter Blutverlust, z.B. durch Geschwüre, chronische Entzündungen im Magen-Darm-Bereich oder blutende Hämorrhoiden, können die Ursache für Eisenmangel sein. Verschiedene Infektionen, wie z.B. durch Helicobacter pylori können ebenfalls einen Mangel an Eisen begünstigen. Eine gestörte Eisenaufnahme im Darm sorgt ebenfalls dafür, dass irgendwann die Eisenspeicher leer sind, wenn immer zu viel Eisen verbraucht wird, als vom Körper durch die Nahrung aufgenommen und verwertet werden kann. In vielen Lebenslagen verlangt der Körper nach mehr Eisen. Kinder und Teenager brauchen in der Wachstumsphase deutlich mehr von diesem Spurenelement. Auch Frauen während der Schwangerschaft und in der Stillzeit haben einen deutlich höheren Eisenverbrauch, genauso wie Leistungssportler.

Symptome und Beschwerden bei Eisenmangel

Die Beschwerden, die ein Eisenmangel auslösen kann, sind sehr vielfältig und breit gestreut. Der Körper, aber auch die Psyche leidet und zeigt Symptome. Da die meisten Beschwerden dieser Mangelkrankheit auch auf andere Krankheiten hindeuten können, werden diese von einem Arzt oft nicht oder erst spät mit einem Eisenmangel in Verbindung gebracht. Entdecken Sie eine Vielzahl unserer aufgelisteten Symptome bei sich, sollten Sie Ihren Hausarzt gezielt darauf ansprechen.

  • Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit und Abgeschlagenheit
  • Blutarmut (Anämie)
  • Blasse und trockene Haut (besonders fahle und blasse Gesichtsfarbe)
  • Dunkle Augenringe
  • Übermäßige Gereiztheit
  • Kopfschmerzen
  • Eingerissene Mundwinkel (Rhagaden)
  • Brüchige und spröde Haare (Haarausfall) und Nägel
  • Konzentrationsmangel
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Luftnot und Kurzatmigkeit
  • Schwindelgefühl
  • Herzrasen
  • Gedächtnisstörungen
  • Verminderte Leistungs- und Lernfähigkeit
  • Kälteüberempfindlichkeit
  • Depressionen
  • Restless-Legs-Syndrom
  • ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom)
  • Geschwächtes Immunsystem und damit verbundene Infektanfälligkeit
  • Diagnose bei Eisenmangel

    Ihr Arzt wird bei einem begründeten Verdacht bei Eisenmangel anhand Ihrer Symptome eine Blutuntersuchung vornehmen. Hier gibt es mehrere Laborwerte, die einen Eisenmangel und damit verbundene Anämie (Blutarmut) sehr leicht offen legen können. Bevorzugt sollten die Untersuchung im Blut die folgenden Werte beinhalten:

    • Hb-Wert (Hämoglobin-Wert – roter Blutfarbstoff)
    • Serum-Ferritin (Eisenspeicher bzw. Eisenvorrat)
    • Transferrinsättigung (Eisentransporter im Körper)
    • C-reaktives Protein (CRP Wert – zeigt akut entzündliche Erkrankungen an)

    Einige Ärzte untersuchen leider aus Unwissenheit und um Kosten zu sparen einfach nur den einfachen Eisenwert im Blut. Dieser sagt aber nicht viel aus. Er kann noch normal hoch sein (also innerhalb der Norm), wenn die anderen Werte schon völlig niedrig sind und die Eisenspeicher also schon völlig geleert sind. Erst ganz zum Schluss geht auch der Eisenwert runter, was aber dann schon zu einer lebensgefährlichen Blutarmut führen kann. Ist Ihr Arzt nicht bereit, diese vier wichtigen Werte zu untersuchen, können Sie auch versuchen, die Komplettuntersuchungen selbst zu bezahlen. Bei einem begründeten Verdacht ist das sicher sinnvoll und kostet auch nicht all zu viel. Bei eindeutigen Werten, die auf einen Eisenmangel hinweisen, können Sie sich hinterher meist die Kosten von der Krankenkasse erstatten lassen.

    Behandlung und Therapie bei Eisenmangel

    In erster Linie sollte man die eigenen Ernährungsgewohnheiten überdenken. Meist ist hier noch „Optimierungsbedarf“. Essen Sie bevorzugt Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an Eisen, wie:

    • Rindfleisch, Geflügel, Schweinefleisch
    • Fisch wie Lachs und Thunfisch
    • Austern
    • Pilze wie Pfifferlinge
    • Rote Beete
    • Grünes Gemüse
    • Kohlsorten wie Rosenkohl und Wirsing
    • Lauch
    • Hülsenfrüchte wie Linsen und Erbsen
    • Feldsalat
    • Karotten
    • Vollkorngetreide wie Roggenvollkorn, Amaranth, Hirse, Haferflocken und Weizenkleie
    • Obst wie Erdbeeren und Johannisbeeren
    • Kräuter wie grüne Minze, Petersilie und Thymian.
    • Nüsse und Kerne wie Mohn, Sesam, Haselnüsse, Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne

    Verzichten Sie auf das gute alte Hausmittel Spinat. Dieses beinhaltet recht wenig Eisen, aber dafür Oxalsäure. Diese hemmt die Eisenaufnahme. Eisen tierischen Ursprungs wird vom Körper, im Darm, deutlich besser aufgenommen als Eisen aus pflanzlichen Nahrungsmitteln. Einige Nahrungsmittel blockieren die Eisenaufnahme im Körper. Sie sollten die folgenden Stoffe also nie direkt zur Nahrungsaufnahme einnehmen: Kaffee, Cola, Wein, Milch, grüner und schwarzer Tee. Ebenfalls Weintrauben, Knoblauch und Zwiebeln. Diese enthalten Gerbsäure und Tannine. Diese verhindern die Aufnahme des Eisens. Führen Sie diese Nahrungsmittel also frühestens 1-2 Stunden nach dem Essen zu. Gerade bei einem erst leichten und früh entdeckten Eisenmangel kann man mit der richtigen eisenreichen Ernährung schon viel bewirken. Können Sie mit der Nahrung aber nicht genug Eisen aufnehmen, die Eisenspeicher sind schon sehr entleert und die Beschwerdenliste ist bei Ihnen recht lang, dann können Sie sich auch hochdosierte Kapseln, Saft oder Tabletten mit Eisen in der Apotheke, Drogerie oder Supermarkt kaufen, um die leeren Speicher erst mal schnell aufzufüllen. Achten Sie aber darauf, dass Sie ein Präparat erwerben, welches 2-wertiges Eisen (Fe++) enthält, anstatt des schlechter verwertbaren 3-wertigen Eisens (Fe+++). Eine Einnahme von hochdosiertem Eisen lässt Ihren Stuhl dunkel bis schwarz aussehen. Dieses ist in diesem Fall normal und ungefährlich. Trinken Sie auch viel, weil (gerade anfangs) die vermehrte Eisenaufnahme zu Verstopfung führen kann. Lassen Sie sich aber hierbei vorab unbedingt von Ihrem Hausarzt beraten, damit Sie die richtige Dosis einnehmen. Eine Überdosierung kann zu weiteren körperlichen Beschwerden, wie Magen-Darm Problemen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung oder Magenkrämpfen führen. Ein Arzt kann bei akuten Beschwerden, besonders bei Blutarmut mit Eisen-Infusionen schnell helfen. Diese sind recht nebenwirkungsarm, weil sie direkt in die Blutbahn gehen und der empfindliche Magen-Darm-Trakt umgangen wird. Pro Tag sollte ein Erwachsener (ohne Mangel) gut 1-2 mg Eisen aufnehmen. Bei einem Mangel deutlich mehr, um die Eisen-Speicher wieder aufzufüllen. Der Mensch kann von dem zugeführten Eisen allerdings nur gut 10% aufnehmen. Von daher müssen Sie gut die 10-fache Menge aufnehmen, damit Sie täglich genug Eisen erhalten. Einen Eisenmangel können Sie leider nicht in wenigen Tagen ausgleichen. Gerade wenn Sie schon vielfache Beschwerden davon haben und die Speicher schon recht leer sind, müssen Sie mit mehreren Monaten rechnen, bis die Speicher wieder voll sind und sich nach und nach die Beschwerden wieder einstellen. Nehmen Sie bei der Eisenzufuhr unbedingt Vitamin C, in Form von Orangensaft oder Vitamin C Kapseln ein. Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme im Darm deutlich.



    Datum der Veröffentlichung:
    9. Oktober 2013

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    Schlagworte:

    Ernährung Gesundheit Hausmittel

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