Kaufberatung Akkuschrauber

Mancher Hobbybastler, Heimwerker und Schrauber kommt mit einem Billig-Akkuschrauber aus dem Supermarkt für wenig Geld aus. Für den seltenen Gebrauch reicht so ein günstiges Gerät manchen sicher voll und ganz aus. Die meisten Handwerker und Bastelprofis haben aber deutlich höhere Ansprüche. Gerade wenn man den Akkuschrauber fast tagtäglich braucht, sollte man zuerst auf Leistung und Qualität und nicht auf den Preis gucken. Doch welche Kriterien sollte ein Profi-Akkuschrauber erfüllen?
Unser Artikel klärt Sie darüber auf und liefert Ihnen ausreichend wichtige Informationen, die Ihnen bei Ihrer Kaufentscheidung helfen können. Das Lesen von Testberichten zu Akkuschraubern im Internet ist oftmals sehr hilfreich. Lesen Sie hier mehr Informationen dazu.

Kaufberatung Akkuschrauber

Kaufberatung Akkuschrauber

Wie eingangs erwähnt, kommt es dem Profi sehr auf ausreichend Leistung an. Was bringt ein günstiger Akkuschrauber, wo der Akku schon nach kurzer Zeit schlapp macht? Oder wenn das Gerät richtig dicke Schrauben nur mühevoll in harte und dicke Bretter bekommt, also viel zu wenig Leistung hat? Oder wenn es sich um einen Schrauber handelt, der nicht ergonomisch geformt ist und einem schon nach 10 Minuten die Hände beim Arbeiten mit dem Gerät wehtun? Was für Zubehör ist möglich und bringt es der Akkuschrauber gleich mit oder muss man alles einzeln nachkaufen? Die nachfolgenden Punkte klären Sie auf, worauf Sie beim Kauf achten sollten, damit Sie die Anschaffung nicht schon bald bereuen.

Kommen wir zuerst zur Akkutechnologie. Die Li-Ion Akkus bieten den Vorteil, dass Sie auch bei Nichtbenutzung so gut wie keine Selbstentladung kennen. Das heißt, man kann den Akku vollständig geladen ins Regal stellen und hat auch nach mehreren Monaten noch gut 90% der Ladung. Nichts ist schlimmer, wenn man den Akkuschrauber nutzen möchte und der Akku ist mittlerweile entladen und man muss ihn erst mal laden, bevor es losgehen kann. Li-Ion Akkus kennen auch keinen Memory-Effekt. Man kann sie also ständig wieder auf die Ladestation stellen, obwohl sie noch nicht komplett entladen sind und sie verlieren im Laufe der Zeit nicht an Kapazität. Bei den Markengeräten gibt es fast ausschließlich nur noch Li-Ion Akkus und keine alten Akkutechnologien mehr. Achten Sie aber beim Kauf trotzdem unbedingt darauf. Alle anderen alten Technologien (Nickel-Cadmium NiCd etc) haben heutzutage in einem Profigerät nichts mehr verloren.

Wie erkennt man gute und ausreichende Leistung des kabellosen Schraubers? Der Akku-Schrauber soll natürlich recht mühelos lange und dicke Schrauben in hartes Holz versenken können. Das heißt in diesem Falle, dass der Akku über eine recht hohe Spannung und Kapazität und somit Leistung verfügen sollte. Je höher die Kapazität des Akkus, umso höher in der Regel auch die Power. Umso einfacher gelingt das Schrauben und Bohren und umso länger liefert das Gerät die hohe Leistung. Ein Profi kann es sich zeitlich nicht erlauben den Akku nach 15 Minuten Benutzung erst wieder für 2-3 Stunden mit dem Ladegerät aufzuladen, damit er wieder einsatzbereit ist. Achten Sie am besten darauf ein Markengerät (Metabo, Makita, Hitachi, Bosch etc.) zu erwerben und kein NoName Gerät. Der Schrauber sollte mit einem 14,4-Volt Akku ausgestattet sein. Diese hohe Spannung bewältigt auch schwierigste Aufgaben. Es kommt aber nicht nur auf die Spannung an, sondern auch auf die Kapazität. Bei einem Profi-Akkuschrauber sollte der Akku eine Kapazität von 1,3 Ah haben. Je mehr umso besser.
Nutzen Sie den Akkuschrauber viele Stunden pro Tag ist ein zweiter Akku unerlässlich. Sie können so mit einem Akku im Schrauber arbeiten, während der zweite in der Schnellladestation auflädt und dann wieder wechseln, wenn der Akku leer ist. In der Regel werden Sie so nie Leerlauf haben, weil der Ladevorgang des Akkus so kurz ist (oft nur 15-30 Minuten), dass Sie den anderen Akku noch gar nicht leer bekommen haben. Viele Markenhersteller bieten Ihr Gerät oft schon im Set mit einem zweiten Akku an. Bei Gelegenheitsschraubern, die nur ab und an mal im eigenen Haus 2-3 Löcher bohren oder ab und zu nur ein Regal oder Schrank zusammenschrauben, benötigen keinen Zweitakku.

Achten Sie bei häufigem Gebrauch darauf, dass der Akku mit einem Schnellladegerät geladen werden kann. In der Regel ist so ein leerer Akku binnen 15-30 Minuten wieder einsatzbereit. Ohne Schnellladefunktion brauchen sonst die Akkus schon mal 1-4 Stunden.


Viele NoName-Hersteller werben mit einer schön hohen Wattzahl auf der Verpackung. Die Höchstleistung ist aber nicht ausschlaggebend. Viel wichtiger ist neben Spannung und Kapazität des Akkus auch das Drehmoment. Dieser sollte mindestens 30 Nm (Newtonmeter) betragen. Je mehr umso besser. Sinnvoll ist es auch, wenn das Gerät über mehrere Drehmomentstufen verfügt.

Der Akkuschrauber sollte über ein Schnellspannbohrfutter verfügen. So gelingt der Bit bzw. Bohrerwechsel in wenigen Sekunden und mit nur wenigen Handgriffen und ohne weitere Hilfsmittel (Schraubschlüssel etc.).


Achten Sie darauf, dass der Schrauber über ein 2-Gang Getriebe verfügt. Damit können Sie auch recht harte Materialien, wie Holz, Stein und Beton bearbeiten.

Viele Geräte verfügen über eine Quickstop-Funktion. Das ist eine Schnellbremsfunktion. Sobald Sie den Hebel loslassen, kommt das Bohrfutter in kürzester Zeit zum Stillstand und läuft nicht erst langsam aus. Dadurch können Verletzungen und Beschädigungen vermieden werden. Ob man diese Funktion unbedingt benötigt, muss jeder selber für sich und seine Zwecke entscheiden, sinnvoll ist es auf jeden Fall.

Arbeiten Sie oft im Halbdunkeln, sollten Sie darauf achten, dass der Schrauber über eine eingebaute Beleuchtung (LED-Arbeitsleuchte) verfügt. So können Sie auch im dunklen Keller oder schlecht beleuchteten Dachboden oder Baustelle gut sehen, wo Sie gerade schrauben oder bohren.

Wichtig ist auch die Ausstattung, die ein Profi-Gerät mit sich bringt. Bekommt man den Schrauber alleine oder ist er in einem Koffer mit allerhand Zubehör, wie Bits, Bohrer etc.? Es ist immer sinnvoll den Akkuschrauber mit Akku (und eventuell Zweit-Akku) inkl. Zubehör in einem Koffer zu lagern. So hat man immer alles zur Hand und fängt nicht jedes Mal an alle Teile zusammen zu suchen und muss diese dann einzeln zum Einsatzort tragen.

Wenn möglich testen Sie den Akkuschrauber vor dem Kauf und halten ihn mal einige Zeit in der Hand. Gerade bei recht großen oder sehr kleinen Händen kann es sein, dass man mit der Zeit Ermüdungserscheinungen hat und die Hände oder Gelenke schnell schmerzen oder ermüden.